Abnehmen und Langeweile…

Also eigentlich geht´s mir richtig gut. Ich komme mit den Kalorien ganz gut hin und es fällt mir nicht halb so schwer wie ich erwartet hatte. Aber mir fällt immer wieder auf, wie schwierig es ist schlechte Gewohnheiten abzulegen. Regelmäßig erwische ich mich dabei, das ich am liebsten zum Kühlschrank gehen würde um mir irgendwas zu essen zu holen. Nicht das ich übermäßig hungrig wäre, aber es ist einfach so das ich sehr oft aus Langeweile esse. Oder als Nebenbeschäftigung. Gerade abends, wenn ich sonst stundenlang am Computer gesessen und irgendwas gespielt habe, standen immer irgendwelche Leckereien griffbereit. Und die hatten es meistens in sich. Nachos mit Salsa-Dip, Schokolade, dann noch was Süßes zu trinken und schon war der Abend geritzt.

Sicher wusste ich das das nicht gerade gut für die Figur ist, aber was soll´s, ein paar Kalorien mehr machen den Kohl auch nicht fett. Ich hab ja eh keine Chance abzunehmen, weil ich schlechte Gene geerbt habe. Bei uns in der Familie haben alle Übergewicht, die Frauen besonders, Mutter, Großmutter, Urgroßmutter, auch während und kurz nach dem Krieg, wo es ja kaum etwas zu essen gab hatten sie alle leichtes bis mittleres Übergewicht. Also wie soll ich da etwas dran ändern? Das ist eine der Fettlogiken, die ich mir immer gerne als Ausrede zu Nutze gemacht habe.

Das Buch “Fettlogik überwinden” von Nadja Hermann hat mir da ziemlich die Augen geöffnet. Ja, es gibt eine genetische Veranlagung dazu, schneller und effektiver Fett einzulagern als andere.Und ja, ich habe auch so gut wie kein Sättigungsgefühl.

ABER man muss trotzdem mehr Kalorien zuführen als man verbraucht, damit der Körper diese als Fett einlagert. Und entgegen der erschreckend weit verbreiteten Annahme das man das Fett nicht wieder los werden kann wenn man zu wenig isst, hilft eine Einschränkung der Kalorienzufuhr sehr wohl beim Abnehmen.

Mein Hauptproblem ist das ich zur Zeit leider kaum Bewegung habe, so das mein Kalorienverbrauch natürlich nicht sehr hoch ist. Meine Knieprobleme erlauben es mir nicht Sport zu machen, schon kurze Strecken zu laufen ist nur mit Krücken möglich. Treppensteigen ist eine Qual und Hausarbeit so gut wie unmöglich. Also verbringe ich leider sehr viel Zeit auf dem Sofa und da sind die Beschäftigungsmöglichkeiten sehr begrenzt. Fernsehen ist ohne eine Nebenbeschäftigung zu langweilig, Lesen tue ich sehr gerne aber kann ich auch nicht stundenlang am Stück weil ich dann müde werde, also habe ich wieder vermehrt angefangen zu sticken. Das habe ich schon immer gerne gemacht und es beschäftigt die Hände und den Kopf. Ich habe festgestellt das das besonders wichtig ist, denn es ist weniger mein Magen als mein Kopf, welcher mich immer wieder in Versuchung führt.

Permanent beschäftigt er sich damit, was man denn essen könnte. Die Mahlzeiten sind natürlich zur Zeit sehr unspektakulär, da ich ja in der Hauptsache Eiweiß zu mir nehmen muss, und bei 500-600 kcal am Tag ist das schwierig. Also beschränken sich die Mahlzeiten hauptsächlich entweder auf Eiweiß-Shakes oder Quark und Fleisch mit ein bisschen Gemüse. Und da ich morgens in den letzten Tagen nur ein Vitamingetränk zu mir genommen habe, ist das schon sehr unbefriedigend.

Also trinke ich Unmengen an Wasser, und versuche ansonsten an was anderes zu denken.

Schwierig, wenn man es gewöhnt ist alle 5 Minuten irgendetwas in den Mund zu stecken. Die einfachste und effektivste Methode das zu verhindern ist ein leerer Kühlschrank und auch alle anderen Verstecke die man so angelegt hat sollten leer sein. 😉

Als ich mich Anfang Januar zum Abnehmen entschlossen hatte, habe ich alle Süßigkeiten die mir selber noch nicht zum Opfer gefallen waren (und das waren einige. Wie die meisten Menschen die sich zum Abnehmen entschließen hatte ich  natürlich auch in den letzten Tagen vorher noch so viel wie möglich in mich reingestopft, und bei der Gelegenheit wohl noch mindestens 2kg zugenommen), meinem Mann zu treuen Händen übergeben. Und der ist was Süßkram angeht fast so gierig wie ich.

Als Alternative habe ich mir mein Hantelset griffbereit am Sofa platziert. Immer wenn ich das Gefühl habe etwa essen zu wollen, mache ich stattdessen ein paar Übungen. Das ist zwar nicht viel, es sind nur 1kg Hanteln, aber besser als nichts, und gleichzeitig überliste ich so den Kopf, der eigentlich nur eine liebe alte Angewohnheit fortführen möchte.

Ich hoffe nur das mir das auch auf lange Sicht dabei hilft meine Essgewohnheiten zu ändern und meine Ernährungsumstellung zu bewältigen.

Wir werden sehen,

Mimi

 

 

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